Beach Tennis

„Mehr als nur Tennis im Sand“

Das Jahr 2020 wird uns wohl immer in Erinnerung bleiben und das nicht nur wegen Corona. In diesem Jahr starteten wir unser Projekt Beach Tennis! Wenn wir zurückblicken, können wir gar nicht glauben was wir alles in diesem Jahr sportlich erreicht haben. Die ersten Runden Beach Tennis auf dem alten Beachvolleyball Feld mit einem alten Tennisnetz, bis zu dem selbst gebauten Beach Tennis Platz. Selbst eine Einladung zur Deutschen Meisterschaft hatten wir im Briefkasten, auch wenn wir aus zeitlichen Gründen nicht daran teilnehmen konnten. Wir von den Leehmer Beachboys freuen uns auch auf dieses Jahr und den geilen Zeiten auf dem Sandplatz! 


Da Beach Tennis aber mit mehr Leuten noch mehr Spaß macht, suchen wir Sportbegeisterte die Lust haben diesen Sport auszuprobieren. Das Schöne an dem Sport? Es ist ein Sport für Jedermann! Vorbeischauen, Schuhe aus, Musik an, Schläger in die Hand und ab auf den Sand.

 

Dein Alter? Uns egal! Dein Geschlecht? Uns egal! Bei uns ist jeder willkommen!

 

Wir treffen uns immer mittwochs um 18:00 Uhr auf der Tennisanlage in Leeheim.

Bei Interesse meldet euch über Instagram (QR-Code) oder unter beachtennis@fc-leeheim.de bei uns. Gerne nehmen wir euch auch in unsere WhatsApp-Gruppe auf.

 

Die Leehmerbeachboys

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressionen vom 1. Beach Tennis Turnier vom 07.08.2021

Fotos von Haza-fotos

HTV zu Besuch in Leeheim

HTV on Tour: Beachtennis

Tage wie diese – unser Besuch bei den Beachboys aus Leeheim

Bericht von Nico Porges

 

Ein Mittwoch im Juni. Früher Abend. Leeheim im südhessischen Ried. Die Sonne brennt. Die Frisur sitzt. Noch.

 

Die Klimaanlage meiner Familienkutsche hat uns wohlige Temperaturen vorgegaukelt, doch nun ist der Schock umso größer. Der Parkplatz reflektiert erbarmungslos die Hitze des Tages. Das Hemd klebt nach kürzester Zeit am Körper. Das kann eine heiße Nummer werden.

 

Maurice Murgilas erwartet uns schon. Er war unser Erstkontakt zu den selbsternannten Leehmer Beachboys. Die Telefonate mit ihm haben uns neugierig gemacht. Und er ist auch der Grund, warum wir uns heute ins schöne Ried aufgemacht haben. Er lächelt, das ist schon einmal ein gutes Zeichen.

 

Nach einem kurzen Fußmarsch über die weitläufige Mehrzweckanlage des FC Germania Leeheim kommen wir zur Stätte des Geschehens. Rund 20 Männer unterschiedlichen Alters tummeln sich hier ausgelassen und voller Vorfreude auf das, was da noch kommt. Auch Teile des Vorstands sind anwesend und erweisen uns die Ehre. Hannelore Pletz und Stefan Nold, die beiden Vorsitzenden vom Hauptverein und Christine Kerpen, die Jugendwartin der Tennissparte, haben sich eingefunden. Wir werden ungemein freundlich begrüßt. So viel Wohlwollen hatten wir als Vertreter des bösen HTV gar nicht erwartet. Doch hier in Leeheim scheinen die Uhren etwas anders zu ticken. Vielleicht ist unser schlechter Ruf aber auch noch nicht bis hierher durchgedrungen.

 

Während aus dem Lautsprecher die Toten Hosen Tage wie diese verklären, merken wir schnell, dass dieser tatsächlich etwas Besonderes werden könnte. Die Stimmung ist ausgelassen, es wird geflachst, die Bässe wummern, und die Plätze wurden ausgiebig gewässert. Das hat zwar nichts gebracht, aber der extrem optimistische Versuch der Sommerhitze zu trotzen, hat einen gewissen Charme und war es allemal wert. Zumal es sich in diesem Fall nicht um profanes, rotes Ziegelmehl handelt. Die drei Ascheplätze liegen zwar direkt nebenan, aber unser Geläuf besteht aus echtem Rheinsand – für den teureren Mainsand - so wird uns später erklärt - hat das Budget leider noch nicht gereicht.

 

Hier und heute bleiben also die Tennisschuhe in der Tasche, denn an diesem Abend geht es baren Fußes um Beachtennis - einer in Deutschland bisher nicht besonders verbreiteten Trendsportart. Auch die Tennisherren 30 des FC Germania Leeheim fanden eher zufällig zu ihrem neuen Hobby, nachdem einer der Jungs den Sport aus dem Saarland mitbrachte. Mit voller Begeisterung nach der ersten Trainingseinheit war für sie jedoch schnell klar, dass sie Beach Tennis öfter spielen wollen. Drei bereits vorhandene Beach Volleyballplätze wurden kurzerhand umfunktioniert, spezielle Padel-Schläger in Italien bestellt, drucklose Bälle besorgt, und schon konnte es losgehen.

 

Was aus dieser Idee geworden ist, konnten wir dann schnell am eigenen Leib erfahren. In Nullkommanichts standen wir für ein Doppel auf dem Platz. Eine kurze Regel- und Technikeinweisung von Marcus Barth vom TV Hergershausen, einem Ortsteil von Babenhausen, der ebenfalls über ein Beachtennis-Angebot verfügt, und schon wurde es feinsandig. Ok, der Kickaufschlag mit dem ungewohnten Padel ist nicht wirklich eine gute Option. Der Spaß am ungewohnten Spiel stellt sich nach kürzester Zeit dennoch ein. Und das ist noch untertrieben. Die Suchtgefahr, quer in der Luft liegend nach dem Ball zu hechten und sich schweißnass mit Sand zu panieren, ist extrem groß.

 

Was uns auffällt: Zwar wird verbissen um jeden Punkt gekämpft, doch freut man sich gemeinsam mit dem Gegner über gelungene Schläge und Ballwechsel. Und: Es wird unheimlich viel gelacht. Zudem dürfen natürlich auch die seminützlichen Ratschläge von außen nicht fehlen. Denn wer nicht spielt, macht es sich mit einem Kaltgetränk aus der Kühlbox bequem und kommentiert genüsslich jeden Aufschlag- oder Rückhandfehler – wohlwissend, dass ihn das gleiche Schicksal einige Minuten später ebenfalls ereilen wird. Wir stellen fest, ein wenig Selbstironie und Demut kann beim Beachtennis nicht schaden.

 

Einziger Wehrmutstropfen ist das Fehlen weiblicher Spieler. Sie sucht man bisher vergebens. Marc Schwinning, 2. Vorsitzender der Tennisabteilung, wundert sich ebenfalls, denn „so schlimm sind wir gar nicht.“ Das können wir nur bestätigen.

 

Zwei Sätze, drei Getränke und diverse neue Eindrücke später rekapitulieren wir. Wir sind uns schnell mit den Beachboys einig, dass dieser Sport eine wunderbare Zukunft vor sich hat bzw. haben sollte. Unser Ziel: Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass Beachtennis einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht wird. Wohlgemerkt nicht als Konkurrenz zum „normalen“ Tennis, sondern als spannende Ergänzung für Vereine, die ihren aktuellen und potenziellen Mitgliedern ein weiteres attraktives Angebot unterbreiten wollen.

 

Unser letzter Satz klingt dann wie eine Drohung, ist aber gar nicht so gemeint: Wir kommen wieder! Vielleicht schon bald zu einem ersten Beachtennis-Turnier in Leeheim?! In Punkto Gastfreundschaft sind die Jungs auf jeden Fall schon einmal ganz weit vorne.

Bericht:

Ein Beachtennis Platz entsteht

Wir können es selber kaum glauben, aber es ist tatsächlich geschafft. Der FC Leeheim hat einen eigenen Beachtennis Platz.

Pressesprecher Maurice Murgilas ist überwältigt: „Hätte mir jemand Anfang des Jahres erzählt, dass wir im Sommer einen eigenen Beachtennis Platz haben werden, dann hätte ich Ihn sicherlich nicht für voll genommen“. Ebenso erzählt er: „…dass wir innerhalb kürzester Zeit gemeinsam mit dem Verein eine Lösung finden konnten und zwischen einbetonieren der Pfosten und dem ersten Training nur wenige Tage vergingen, dass macht uns als Team unglaublich stolz und glücklich!“

 

Unser Ziel ist es weiterhin die Sportart bei uns im Verein und in Hessen zu etablieren.

Wir hoffen auf neue Mitspieler*innen im nächsten Jahr, die Lust haben den Sport mal auszuprobieren.

 

Ein paar Eindrücke vom Platzaufbau

findest du auch unter

Ansprechpartner Beach Tennis

Maurice Murgilas

 

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